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360 Grad Ost - Regionales Pfingstlager der JEMK Region Ost (Mai 2018)

Während Pfingsten erkunden Nirmala aus Indien, Misuki aus Japan und Donald aus Amerika zusammen mit elf Ortsjungscharen der Evangelisch-methodistischen Kirche die Ostschweiz. In Zürich gelandet, können sie sich ein Mietauto leider nicht einmal zu dritt leisten, worauf Heidi sie einlädt, ihnen die Ostschweiz zu zeigen. So führt das engagierte Theaterteam die ca. 330 Teilnehmende ins Lagerthema «360 Grad Ost» ein.

 

Zur Tour gehören natürlich nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Erlebnisse und Abenteuer, die die Ostschweiz zu bieten hat. Die Ortjungscharen werden zum Beispiel bei einer Älplerolympiade auf die Probe gestellt, wo sie sich gegenseitig herausfordern. An 10 unterschiedlichen Posten müssen sie ihre Geschicklichkeit, Geschwindigkeit, Kraft, ihr Wissen und Können zum Besten geben, sei dies beim Heusackwerfen, Baumstamm sägen, Temperatur schätzen, Käse transportieren, Kuhglocken abschiessen oder beim Zaun aufstellen. Da hat es sicherlich für jedes Team eine Herausforderung dabei.

 

Nebst viel Spiel, Sport und Spass gibt es am nächsten Tag auch die Gelegenheit Neues und Wissenswertes im Technorama zu lernen. Die Teilnehmenden lernen, wie sie eine Hütte im Wald bauen, eine Schatzkarte lesen, eine Klippe runterklettern, erste Hilfe leisten, aus Naturmaterialien ein Musikinstrument basteln, Feuer ohne Hilfsmittel machen oder im Wald ein Gourmet-Menu zubereiten.  Dies sind nur wenige Beispiele der insgesamt 25 angebotenen Workshops, von denen sich die Jungschärler einen aussuchen können. Mit viel Interesse und Freude sind die Teilnehmenden voll dabei und lernen neue Schätze der Jungschartechniken kennen.

 

Ein solches regionales Lager ist auch immer eine gute Gelegenheit, alte Freundschaften zu pflegen, neue zu knüpfen und eine tolle Lagergemeinschaft zu geniessen. Das letzte regionale Lager fand vor exakt zehn Jahren statt. Das Reg.-Pfila ist damit sowohl für Leitende als auch für Teilnehmende ein absoluter Höhepunkt und etwas nicht Alltägliches. Um das Freundschaften schliessen zu fördern haben die drei Reisenden, wie natürlich auch die Teilnehmenden einen Abend Zeit um an der «OLMA» zu verweilen. Die Leiterteams bieten zahlreiche Stände an, dadurch entsteht ein vielfältiges Angebot von Pfeilbogen- und Armbrustschiessen, über Staffette und Bungee-Trampolin bis hin zum Gesichterschminken und dem Märlizelt. Feine Getränke und Knabbereien wie Gummibärlispiesse, Popkorn, oder auch die St. Galler Bratwurst dürfen natürlich dabei nicht fehlen.

 

Während der ganzen Reise begleiten uns nicht nur die drei Touristen, sondern auch die Band «Wyland Worship» bei den Teens und ein Leiterquartett bei den Kids. Begeistert von ihrer Musik und erfüllt von Gottes Liebe singen wir zusammen einige Lieder bevor die Teilnehmenden etwas Spannendes über Gott erfahren.

 

Nach den wunderbaren drei Tagen in Staubhusen mit herrlichem Wetter, abwechslungsreichem Programm und Abenteuer haben Nirmala, Misuki und Donald zusammen mit Heidi die Ostschweiz erkundet und reisen mit vielen tollen Erinnerungen im Herzen weiter.

Ein so grosses Lager braucht viele freiwillige Helfer, Leiter, Sponsoren und viele Gebete. – Wir danken hiermit nochmals Ihnen allen für die Unterstützung!

Kinderwoche – die grosse Überfahrt (November 2017)

In der letzten Herbstferienwoche waren rund 40 Kinder Teil der grossen Überfahrt. Die Evangelisch-reformierte Kirche und die Evangelisch-methodistische Kirche leiteten die Kinderwoche in ökumenischer Zusammenarbeit. In unterschiedlichen Workshops waren die Kinder in verschiedener Art und Weise kreativ. So entstanden persönliche aus Holz angefertigte Schiffe. Andere Kinder wurden zum Filmemacher. Die eigene, entwickelte Geschichte wurde mit Duplo gebaut und mit IPads gefilmt. Entstanden sind spannende „Stop-Motion-Filme". Kreativ und fleissig wurde auch in der Küche gearbeitet. Das Küchenteam verwöhnte zudem alle Kinder mit einem feinen, selbstgemachten Zvieri. 

Aktion geteilter Überfluss (November 2017)

Weihnachten – Zeit des Schenkens und Zeit des beschenkt Werdens. Und was ist, wenn ich nicht mehr weiss, wohin mit den liebgemeinten Geschenken? Es gibt – auch bei uns – Menschen, die kaum Geschenke bekommen.

Bereits zum sechsten Mal schenkt der Verein Markthalle Geschenke weiter. In den Tagen kurz vor und während den Festtagen haben Sie die Gelegenheit, ihre Geschenke im Überfluss an Menschen in Armut weiterzuschenken. Legen Sie diese in die dafür vorgesehenen Behälter in den Kirchen. Im Januar werden die Geschenke den Bezügerinnen und Bezügern der Markthalle weitergeschenkt. Die Aktion läuft vom 16. Dez. 2017 bis am 7. Jan. 2018. Herzlichen Dank für’s Weiterschenken und Freude Bereiten.

 

Für den Verein Markthalle
Kari Bürgler

Mahnwache für verfolgte Christen (Oktober 2017)

 

Am 14. Dezember 2017 | 18.00 – 18.30 Uhr | St.Gallen – Marktgasse Brunnen

 

Weihnachten ist bei uns im Westen ein Grund zur Freude. Wir nehmen uns Zeit für unsere Nächsten und geniessen die Gemeinschaft bei besinnlichen Festen. In anderen Teilen der Welt aber nutzen Terroristen und andere extremistische Gruppen die Weihnachtszeit, um gezielt Angst und Schrecken zu verbreiten. So erzählt CSI-Projektpartner Pater Michael aus Nigeria, dass er zu Weihnachten vor „leeren Bänken“ stehe, weil die Menschen aus Furcht vor weiteren Anschlägen über Weihnachten in sicherere Gegenden reisen. Dazu werden teilweise auch Nichtchristen unter Druck gesetzt, sich zu Weihnachten von Christen fernzuhalten.

 

Die Menschenrechtsorganisation CSI-Schweiz organisiert deshalb kurz vor Weihnachten jeweils eine Mahnwache für verfolgte Christen. Letztes Jahr sind über 670 Menschen gleichzeitig in zwölf Städten für ihre Glaubensgeschwister eingestanden. In St.Gallen wurde die friedliche Mahnwache am Standort „Marktgasse Brunnen“ durchgeführt. Mit Plakaten und Kerzen weckte die Gruppe von zwanzig Personen die Aufmerksamkeit der Passanten, welche durch die Weihnachtsstände der Marktgasse flanierten. In St.Gallen verteilten wir 200, in der ganzen Schweiz insgesamt über 1300 Informationsflyer und konnten so über die prekäre Lage von Christen in anderen Teilen der Welt informieren.

 

Organisatoren und Hintergrund der Mahnwache

Die Mahnwache wird von der ökumenischen Menschenrechtsorganisation CSI-Schweiz organisiert und findet dieses Jahr in St.Gallen zum zweiten, schweizweit zum sechsten Mal statt. Leitende vor Ort sind freiwillige Privatpersonen aus der jeweiligen Region, in St.Gallen übernimmt die Leitung Frau Anna Keller, Flawil. Mit Kerzen und Plakaten gedenken wir auf friedliche Weise der Menschen, die gerade an feierlichen Tagen wie Weihnachten unter Angst und Schrecken leiden.

 

Mahnwache in zwölf Städten der Schweiz

Am Donnerstag, 14. Dezember von 18.00 bis 18.30 Uhr stehen wir in zwölf Schweizer Städten für die Verfolgten ein. Bitte schreiben Sie sich das Datum und die Uhrzeit in Ihre Agenda ein. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr solidarisches Einstehen für die verfolgten Christen. 

 

 

Mehr Infos unter: www.mahnwache.ch

Einheitsgebet (Oktober 2017)

Aus dem Wunsch heraus, dass in Uzwil mehr Einheit unter den Christen entstehen soll, haben sich ein paar Leute der methodistischen-und reformierten Kirche im September letzten Jahres das erste Mal zum Einheitsgebet getroffen. Erfreulicherweise konnten wir gleich mit 11 Personen starten. Seither treffen wir uns jeden ersten Dienstag im Monat zum gemeinsamen Gebet. Vielen Dank an die Gemeinde, dass wir dazu in Eurem wunderschönen Kirchenraum sein können. Der Platz um den einladenden, grossen Tisch ist seither immer gut gefüllt. Inzwischen treffen sich Frauen und Männer ab 28 - 85 Jahren aus 5 verschiedenen Gemeinden. Nur die ganz Jungen fehlen uns noch. Einige kommen regelmässig, andere sporadisch. Wir beginnen mit Lobpreis und gehen dann in kleinen Gruppen in die Fürbitte. Wir beten füreinander, für die Anliegen und Anlässe der Kirchgemeinden, sowie auch für die politische Gemeinde Uzwil, laden einander zu Anlässen ein und segnen einander, unsere Pfarrer und Vorsteher. Manchmal helfen wir uns auch ganz praktisch. Ebenso stehen wir für Israel ein. Es ist stets eine grosse Freude einander zu sehen. Gottes Wirken und Gegenwart ist ergreifend und setzt in uns immer wieder grosse Freude frei. Möchten Sie auch einmal reinschauen? Alle sind herzlich dazu eingeladen.

 

Patrizia Obrist Leiterin des Einheitsgebetes

Hochklettern (September 2017)

Gemeindefreizeit Beim Kidprogramm das selbstgemachte Popcorn auf dem Feuer ist lecker!
MegaCamp Ein Ausschnitt der Villa Kunterbunt
MegaCamp Unterlager Minions

 

„Eigentlich habe ich Höhenangst, aber gerne möchte ich das Klettern ausprobieren – geht das?“ Je nach Typ Mensch braucht es Überwindung und Mut zum Hochklettern. „Hochklettern“ – das dritte Kennwort, welches die Namensgebung der „Kletteranlage H3“ in Metzingen kennzeichnet. Um überhaupt „Halt zu finden“ und später „herunterzukommen“, muss ich aufbrechen und hochklettern.

 

Mein Jahr als Bundesfreiwilligendienstler in der EmK Metzingen ist zu Ende. In den letzten Wochen bin ich an vielen Orten „hochgeklettert“. Bei der Gemeindefreizeit, im MegaCamp mit 400 Kindern, Teens und Mitarbeitern, dem ersten Nachmittag mit „Alex im Abenteuerland“, den ersten Lobpreisabende und Vielem mehr. Darüber hinaus galt es, die weitere Zukunft zu klären. Gerne möchte ich euch daran teilhaben lassen.

 

Zwei Erlebnisse

An Himmelfahrt sind wir als Gemeinde Metzingen ins Allgäu gefahren um dort 4 Tage in der Gemeinschaft zu verbringen. Ein offenes Programm bat Möglichkeiten zum sich Kennenlernen, Gemeinschaft und Hobby zu teilen und über den Glauben nachzudenken. Dabei begleitete uns die „3 Regeln“ – die das Leben verändern – von John Wesley.

Kurz darauf startete ich mit vielen Mitarbeitern und Kindern ins MegaCamp. Ein Zeltlager der besonderen Art. Speziell war es, dass sich in unserem Unterlager mit 50 Kindern, nur wenige Kinder sich vorher kannten. Da sich zahlreiche Teilnehmer über die öffentliche Ausschreibung angemeldet haben. Der Austausch über Gott und die Welt, deshalb sehr spannend und herausfordernd. Dass ich einem Kind, welches in der Schule gemoppt wird, weil es nicht getauft ist und die Eltern nichts mit der Kirche anfangen wollen, seine erste eigene Bibel schenken durfte, bewegte mich sehr. Daraus entwickelten sich tiefgründige Gespräche mit dem und weiteren Kindern.

 

Wie weiter?

Neben der Tätigkeit als BFD-ler und dem Abschluss an der Hochschule, galt es mögliche Wege nach diesem Jahr zu evaluieren. In verschiedenen Gesprächen zeichneten sich ganz verschiedene Wege ab. Ich freue mich, dass ich ab dem 1. Oktober eine 100% Stelle beginnen kann, die sich aus 3 Teilstellen zusammensetzt.

Zur einen Hälfte bin ich als „Referent für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ bei der EmK Metzingen angestellt, des Weitern als „Jugendreferent und Koordinator“ der netzWERK-Jugendarbeit für die Grossregion Reutlingen. Zur anderen Hälfte werde ich für das Evangelisationswerk, als Mitarbeiter bei der Zeltmission in Deutschland, aber auch bei den methodistischen Schwestern-Kirchen im europäischen Ausland, unterwegs sein.

Die Arbeit des Evangelisationswerks wird durch Spenden finanziert. Aktuell wird v.a. eine Sondersammlung für die „Neugestaltung des LKW-Designs“ gesammelt. Um mit aktuellem und ansprechendem Logo Unterwegs und vor Ort zu sein. Wer dies unterstützen möchte kann dies gerne tun, herzlichen Dank! Bankverbindung, IBAN: DE50 6309 1300 0008 570 000, BIC: GENODES1LAI, EmK Zeltmission, 89150 Laichingen, Vermerk: Neues Logo.

 

Danke!

An dieser Stelle möchte ich Danke sagen, all jenen die im vergangenen Jahr an mich gedacht haben. Es hat mich berührt und dieses Jahr mit den sehr vielen Begegnungen und Erfahrungen mitermöglicht. Herzlichen Dank und segnende Grüsse, Michael Breiter

 

Adresse: Michael Breiter, Friedrich-Ebert-Str. 33, D-72762 Reutlingen

Mail: breiter.michael@bluewin.ch / Mobil: +49 176 6282 6247

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Herunterkommen (Juni 2017)

Abschluss Klettertrainer-Ausbildung
Gartenprojekt mancher Studenten
Minievent Kerzenziehen

Bereits sind 2/3 meiner Zeit als Bundesfreiwilligendienstler und freier Student an der Theologischen Hochschule vorbei, gerne lasse ich euch an einigen Erlebnissen teilhaben. Ich stelle diesen Bericht unter das Merkwort „Herunterkommen“. Nach dem „Halt finden“ – siehe Bericht anfangs Jahr – hat sich vieles in mein beruflichen und studentischen Leben eingespielt, bin im Gemeindeleben der EmK Metzingen angekommen und bin von zahlreichen Kletterpartien heruntergekommen.

 

Im Januar war das herunterkommen mit viel Nervenkitzel verbunden, galt es in der Ausbildung zum Klettertrainer neben dem gesicherten und kontrollierten herunterkommen auch Sturztrainings zu Üben und selbst zu Erleben. Das zertifizierte „sichere Herunterkommen-Wissen“ haben zwischenzeitlich Personen von Kursen, Vereinen, Jugendgruppen und Firmen angewandt oder erlernt.

 

Wie kann die Schöpfung in der EMK-Umgebung für die Quartierbewohner thematisch sicht- und erlebbar gemacht werden? Dies war die Fragestellung, mit der ich mich zusammen mit zwei Mitstudenten in der Lehrveranstaltung „Spezielle Homiletik“ auseinander setzte und mögliche Stationen entwickelte und einzelne Stationen umgesetzt habe. Ein Folgeprojekt ist der Pflanzgarten, mehr dazu auf dem Blog: thrgarten.wordpress.com – Ein Projekt, welches mir hilft in der Freizeit zum Abschalten und „Herunterkommen“.

 

Das netzWERKmetzingen wie auch das regionale netzWERK für die Region Reutlingen, ist ein Netzwerk für Jugendliche und junge Erwachsene und fördern die Beziehungen unter einander und bieten regelmässige Gelegenheiten herunterzukommen. Gestartet haben wir das netzWERK im Januar mit einem Wintergrillen, rund 70  Jugendliche wohnten dem Startevent bei.

 

Wie und wo trifft sich die Gemeinde Metzingen in 3 Jahren? Zwar zählt die Gemeinde aktuell rund 40 Glieder, dennoch werden Möglichkeiten, Formen und Ideen gesucht, wie die bis zu 150 zukünftigen Gottesdienstbesucher sich versammeln können. Eine Gelegenheit mein zeichnerisches Können und meine Erfahrungen einzubringen.

 

Seit Februar wird jede Woche ein Minievent von Jemandem aus der Gemeinde angeboten. Dabei soll einfach ein Hobby mit anderen geteilt werden. Lego bauen, Handlettering, Töfftour, Grillen, Ballett im Stadtpark, Kerzenziehen, Exit-Room sind nur eine kleine Auswahl des vielfältigen Angebots zum „Herunterkommen“.

 

Momente des „Herunterkommen’s“ – Momente für Gemeinschaft – darf ich ausserhalb meines Einsatzes immer wieder dankbar Erleben, mit ganz verschiedenen Menschen und mit Gott.

 

Michael Breiter

 

Kontaktmöglichkeit:

Adresse: Michael Breiter, Friedrich-Ebert-Str. 33, D-72762 Reutlingen

Mail: breiter.michael@bluewin.ch / Mobil: +49 176 6282 6247

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Ein Auslandspraktikum bei Chinserve (Februar 2017)

Wegen dem Erdbeben sind viele Leute in der Kleinstadt arbeitsunfähig. Chinserve will deshalb in der Region eine geschützte Werkstatt aufbauen. In einem ersten Versuch wurden hier Schlüsselanhänger aus alten Korkzapfen produziert.
Links: In der Provinzhauptstadt (2Mio EW) wollen viele Englisch lernen, dazu treffen sie sich in Cafés zum English-Corner mit Ausländern. Rechts: Bei dieser Grossfamilie, die sieben Waisenkinder adoptiert hat, half Matthias (nicht im Bild) mit den Hausaufgaben und begleitete die Jungs danach draussen beim Spielen.
In dieser Kleinstadt auf dem Hochplateau ist Chinserve seit einem schweren Erdbeben im Jahr 2010 aktiv.

 

Im April 2016 startete Matthias Mahler ein dreimonatiges Auslandspraktikum bei Chinserve. Sein erster Aufenthalt in China war auch Bestandteil seines Geographie-Studiums an der Uni Basel. Am 22. Januar 2017 erzählte er in Uzwil im Gottesdienst von seinen Erfahrungen, zusammen mit den beiden Gründerinnen der Organisation.

 

Matthias, erkläre kurz: Was hat die Arbeit von Chinserve mit Geographie zu tun?

In der Geographie ist Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ein wichtiger Teilbereich. Viele Geographen arbeiten später bei Organisationen wie Chinserve. Dort planen sie Hilfsprojekte und werten sie aus.

 

Ist das auch dein Berufsziel?

Nein, eigentlich gar nicht. Im Studium habe ich einige Vorlesungen zu EZA besucht, in denen verschiedene Probleme behandelt wurden: Grossangelegte Projekte führten entweder zu furchtbaren Umweltkatastrophen, kultureller Entwurzelung oder blieben wegen Korruption wirkungslos. Mein persönliches Fazit war dann, am besten die Finger von diesem Thema zu lassen – man kann einfach zu viel falsch machen.

 

Was hat dich dann an Chinserve überzeugt?

Zuerst hatte ich keine grossen Erwartungen und freute mich vor allem auf die völlig andere Kultur in der Himalaya-Region. Je mehr ich aber vor Ort sah, wie Chinserve arbeitet –langfristig, über Beziehungen und mit ganzen Familien – desto begeisterter war ich. Besonders, dass Chinserve auch dort hilft, wo man nicht sofort das Resultat sieht, hat mich beeindruckt.

 

Stichwort Kultur: Hattest du einen Kulturschock, als du hier ankamst?

Ja und Nein. Die Provinzhauptstadt ist erstmal eine Stadt wie jede andere auch, Einkaufen und an der Ampel warten funktioniert ja überall etwa gleich. Plötzlich war ich aber Analphabet und konnte mich nur mit Händen und Füssen verständigen. Da war ich froh, dass die anderen vom Team mir halfen, mich zurechtzufinden.

 

Was sind deine Aufgaben hier?

Da ich kein chinesisch kann, half ich selbständig einer Expatfamilie bei der Betreuung ihrer Adoptivkinder, gebe dort Hausaufgabenhilfe und gehe an die English-Corner. Daneben war ich im Team aber bei fast allem, was Chinserve macht, an vorderster Front dabei: Beim Schlüsselanhänger-Projekt im Süden der Provinz durfte ich z. B. von Anfang an mitreden und meine Ideen einbringen.

 

Hat sich deine Sicht auf EZA dabei verändert?

Ich machte die Erfahrung, dass man es keineswegs mit hilflosen, passiven Menschen zu tun hat. Die Familien, welche wir im Süden der Provinz besuchten, setzen alles daran, wenigstens ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Und ich stellte fest, dass meine Vorstellung von effizienter, professioneller Hilfe eher naiv war. Meist braucht es einen langen Atem für unspektakuläre Arbeiten. Das war für mich nicht immer einfach.

 

Wenn du jetzt ein Fazit ziehen müsstest...

... dann, dass das Praktikum mich dazu ermutigt hat, EZA etwas pragmatischer anzugehen und sich dabei immer mal wieder selbst zu hinterfragen. Logischerweise lassen sich grosse Probleme nicht über Nacht lösen und natürlich kann es nie darum gehen, dass ausgerechnet ich und mein Hilfswerk die Welt retten. Aber gerade für die Unterstützten Leute macht es eben doch einen grossen Unterschied.

 

Zur Organisation:

Chinserve ist in der Himalaja-Region tätig und führt Projekte zur Armutsbekämpfung in den Bereichen Bildung und Gesundheit durch. Dazu gehörten bisher z. B. der Aufbau einer Physio-Therapieabteilung am Spital der Provinzhauptstadt oder die Versorgung von Nomadenschulen mit Hygiene-Artikeln. Weitere Infos: https://www.chinserve.ch/de/home/

 

Matthias Mahler

 

Und hier noch ein Video über den Einsatz von Chinserve

Halt finden (Januar 2017)

Seit zwei Monaten bin ich offiziell anerkannter Auslandschweizer. Die Hoffnung, dass die erwarteten Formalitäten mit einem kurzzeitigen Effort bewältigt werden können, hat sich nicht erfüllt. Dennoch habe ich neben einigen komplizierten, komplexen und langwierigen Anträgen und Formalitäten auch sehr positive Erfahrungen gemacht.  Ich bin unerwartet zügig durch den Zoll und deren Formularwald durchgekommen. Nun wohne ich bereits seit mehr als vier Monaten in meiner „Wasserwelt-Wohnung“ in Reutlingen (DE) und geniesse den neuen Wohnort und bin dankbar für das Beziehungsnetz rundherum, in dem ich Halt finden kann.

 

Halt finden konnte ich sehr bald in der EmK Metzingen und in der Kletteranlage H3, obschon es wegen den zahlreichen verschiedenen Gruppierungen, die das H3 besuchen, nicht einfach ist den Überblick zu gewinnen. Die EmK Metzingen ist eine bunt gemischte Gründungsgemeinde mit Menschen jeden Alters. Die Gemeinde ist seit diesem Jahr offiziell in der EmK Deutschland als Gemeinde anerkannt und möchte „vernetzend - innovativ & relevant“ sein. Ich staune und bin fasziniert über die vielfältigen Aktivitäten und Angebote. Ein Drittel meines Engagements als Bundesfreiwilligendienstler (BFD-ler oder umgangssprachlich: Bufdi) findet im H3 – der Kletteranlage, auch bekannt ist als die Kletterkirche – statt. So ergänze ich von Montag bis Mittwoch jeweils abends die ein oder zwei ehrenamtlichen Mitarbeiter.  Von der Begrüssung, über die Erfassung von Einverständniserklärung, den Bistrobetrieb, die Durchsetzung der Sicherheits- und Hausordnung, Gesprächspartner sein bis hin zur Reinigung, zählen die Aufgaben der Mitarbeiter des H3’s. Natürlich kann nach Möglichkeit auch geklettert und frei gebouldert werden. Also vergleichbar mit der Kerzenwerkstatt und dem Kerzencafé, einfach dauerhaft und in der Regel ohne regelmässiges Tortenangebot.

 

Dass ich so schnell Halt finden konnte verdanke ich verschiedenen Menschen, die mich unterstützten und weiterhin unterstützen, in praktischer, theoretischer, finanzieller oder betender Form. Herzlichen Dank all jenen Personen, die in irgendeiner Form mein Zwischenjahr mittragen. Es ermöglicht mir eine Fülle an neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Begegnungen. Gleichzeitig kann ich meine Begabungen einbringen und fördern. Eine starke Erfahrung war z.B. der Samstag vor dem 4. Advent. Die Weihnachtsaktion in Stuttgart wurde mit verschiedenen Helfern aus anderen Kirchen durchgeführt. Hunderte von Plätzchen und warmen Kleidungsstücken wurden an Obdachlose verteilt und zugleich mit heissem Punsch und Gulasch beschenkt. Berührende Begegnungen und Erlebnisse fanden statt! So wollten zwei langjährige Drogensüchtige unbedingt etwas zurückgeben und haben beim Zusammenräumen tatkräftig angepackt. Am Abend ist eine kleinere Gruppe mit Geschenken und orangen Rosen im Rotlichtmilieu von Tür zu Tür gezogen. Dass was ich da in den Augen der prostituierenden Frauen und Männer erblicken konnte oder musste, wird mich noch lange berühren. Wer das „Halt finden“ von den Obdachlosen und den Prostituierten im nächsten Dezember unterstützen möchte, darf jetzt schon warme Kleidung, Schlafsäcke und Isomatten sammeln.

 

Michael Breiter

 

Kontaktmöglichkeit:

Post: Michael Breiter, Friedrich-Ebert-Str. 33, D-72762 Reutlingen

Mail: breiter.michael@bluewin.ch / Mobil: +49 176 6282 6247

 

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Mahnwache für die Verfolgten (Dezember 2016)

Am 15. Dezember nahmen über 670 Menschen in zwölf verschiedenen Städten der Schweiz an einer Mahnwache teil. Sie standen solidarisch ein für die Menschen in über 110 Ländern, die ihren Glauben nicht frei leben können. Die Hilfsorganisation CSI (Christian Solidarity International) organisierte mit Unterstützung von Menschen aus der Region die Weihnachtsmahnwache zum ersten Mal auch in St. Gallen. Hauptverantwortlich hier waren Brigitte Schafflützel, Ruedi Hollenstein und Anna Keller.

 

In über 110 Ländern der Welt werden Christen aufgrund ihres Glaubens diskriminiert, entführt, gefoltert, zwangskonvertiert oder gar getötet. Die Not dieser Menschen kann man nur erahnen. Sich mit ihnen zu solidarisieren, war das Anliegen der friedlichen Kundgebung.

Von 17.30 bis 18.00 Uhr standen die Teilnehmer schweigend vor dem Brunnen in der weihnächtlich geschmückten Marktgasse, im Hintergrund den Musik spielenden Coca-Cola-Truck. Die Teilnehmenden hielten Kerzen in der Hand und Umhängeplakate um den Hals. Die einen Botschaften forderten "Frieden für Ägypten“, "Frieden für Nigeria“, "Religionsfreiheit für den Nahen Osten", "Religionsfreiheit für Indien“, während auf anderen stand: "Liebe ist stärker als Terror“. Einige Teilnehmer verteilten detailliertere Hintergrundinformationen über die Lage von Religionsminderheiten an die vorübergehenden und stehenbleibenden Passanten.

Dass wir die verfolgten Christen und andere religiöse Minderheiten nicht vergessen dürfen, zeigten die Reaktionen von zwei Passanten. Eine junge Frau gab sich als christliche Aramäerin zu erkennen. Ihre Volksgruppe wurde aus dem Nahen Osten vertrieben, teilweise auch umgebracht. Sie zeigte sich sichtlich gerührt, dass die Mahnwache auch ihr und ihrem geschundenen Volk galt, jemand ihr schweres Schicksal würdigte. Ein junger Mann meinte, er habe kürzlich eine Maturaarbeit über Syrien geschrieben und wisse um das dortige unermessliche Leid. Er danke allen Teilnehmern der Mahnwache für ihren wichtigen Dienst.

Die religiöse Säuberung in Syrien und im Irak sind bekannt, und auch Ägypten war mit dem Anschlag vom 11. Dezember auf vielen Titelblättern: In Kairo wurden während eines Gottesdienstbesuchs 25 Menschen – darunter vor allem junge Frauen und Kinder – von einer Bombe getötet. Der Anschlag war gezielt gegen die Christen gerichtet. Dabei sind sich viele Menschen aber nicht bewusst: Gewalt gegen Kopten gehört besonders in kleinen Städten und Dörfern Oberägyptens leider zum Alltag.

Aber auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Indien und Nigeria, werden Religionsminderheiten diskriminiert. Seit in Indien die hinduistische Partei BJP (Bharatiya Janata Party) regiert, ist die Zahl der Übergriffe auf Christen und Muslime deutlich gestiegen. Dabei werden Gewalttaten besonders in ländlichen Gebieten verübt – wo es wenig Polizei gibt und viele Menschen ihre Rechte nicht kennen.

Während sich die Organisation CSI das Jahr über für alle Religionsminderheiten einsetzt, ist die Mahnwache vor Weihnachten speziell für die Christen. Viele Terroristen und andere extremistische Gruppen nutzen die Weihnachtszeit, um gezielt Angst und Schrecken zu verbreiten. Statt eines Fests des Friedens ist Weihnachten an vielen Orten ein Tag der Angst geworden. Mit der Mahnwache haben die Teilnehmenden ein Zeichen gesetzt: Wir haben euch nicht vergessen!

 

Anna Keller, sowie Corinne Germann von CSI 

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Grüsse von der EMK Pogradec in Albanien (Oktober 2016)

 

Hier geht's zu den Grüssen der EMK Pogradec überbracht von Anna Keller

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Erlebnisbericht aus Santiago de Chile (September 2016)

Plaza de Gobiero
Piedras Rojas atacama
Salar de Atacama

 

Hier geht's zum Erlebnisbericht von Simone Mahler

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United Methodist Church