Sie befinden sich hier: Startseite / INTERN / News für die Gemeinde
suche

Lebensziel

"Immer trage ich diese Frage in meinem Herzen: Was soll ich tun, um aus meinem kurzen Leben das Beste zu machen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Markthalle (Lebensmittelausgabe) und Marktstube (Mittagstisch), weshalb sind sie entstanden? (Februar 2019)

Im Januar 2008 traf sich erstmals eine Gruppe aus VertreterInnen von Kirchen und Sozialstellen unserer Region; dabei war auch Pfarrer Simon Zürcher. Die zunehmende Zahl von Armutsbetroffenen bereitete Sorge. -  Schon Am 3. März 2008 lag der Projektbeschrieb Markthalle bereit.

Auszüge davon: Als Seelsorger und Sozialarbeiter begegnen wir immer wieder Menschen, die von Armut betroffen sind und im sozialen Abseits stehen.Wenn wir den schweizerischen Warenkorb genau anschauen, erkennen wir, dass Grundnahrungsmittel, die wir täglich benötigen, oft teurer sind als Genussmittel wie Süssigkeiten, Fastfood usw. - Gleichzeitig wird ein Überschuss an Nahrungsmitteln erzeugt, der meistens von den Grossverteilern noch vor Ablauf oder während der Ablauffrist der Frischhaltezeit vernichtet wird.

 

Die Nonprofitorganisation Schweizer-Tafel gab damals bereits Gegensteuer, indem sie diesen Überschuss bei den Grossverteilern abholte und zur Verteilung an armutsbetroffene Menschen an die bereits bestehenden Abgabestellen lieferte. Dank der Arbeit dieser Organisation ist die wöchentliche Abgabe der Lebensmittel in der Markthalle dann auch rasch konkret geworden.

Ziel des Projektes: Durch Abgabe von Lebensmitteln aus Überproduktion und Restbeständen bei Grossverteilern, Lebensmittelherstellern und Spenden soll die Lebensqualität von armutsbetroffenen Menschen verbessert werden. - Zielpersonen: SozialhilfeempfängerInnen, El-BezügerInnen, Asylsuchende, Menschen mit betreibungsrechtlichem Existenzminimum.

 

Ende März 2008 wurde von der Gemeinde Uzwil für die Lebensmittelverteilung ein Raum im Gebäude des Jugendtreff zur Verfügung gestellt. Dieser wurde von Jugendlichen in freiwilliger Arbeit gestrichen, dann versah man den Raum mit Maktständen und zwei geschenkten Kühlelementen. - Noch mussten Freiwillige gefunden werden für die Abgabe der von der Schweizertafel gelieferten Lebensmittel.

Bereits am Dienstag 15. April 2008 fand die erste Ausgabe statt! Diese wird bis zum heutigen Tag das ganze Jahr hindurch ohne Unterbrechung jeden Dienstag durchgeführt.

Rund zwanzig Freiwillige zählt heute die Liste der Verteilgruppe. Ab halb fünf ordnen 3 - 4 Freiwillige die angelieferten Waren auf den verschiedenen Tischen. Da gibt es den Gemüsetisch, den Salat- und Früchtetisch, den Tisch mit gemischten Lebensmitteln wie z.B. Milchprodukte, Teigwaren, Wurst- und Fleischwaren, Konserven, Getreide und Pflegemittel und die Brotecke, die durch Bäcker der Region gefüllt wird.

Zudem gibt es auch einen Stand mit Seconhand-Kleidern. Jedes Stück kostet für die Bezüger einen Franken. Gut erhaltene Kleider können jeweils am Dienstag, ca. 17 Uhr, dort abgegeben werden.

Dank Spenden, dem Kleiderstand-Erlös und dem 1-Franken-Beitrag der Bezüger werden unter anderem Eier, Kartoffeln und Waschmittel zugekauft. - Weil die Menge der angelieferten Waren sehr unterschiedlich ausfällt, ist es Sache der Ausgabeperson zu schauen, dass es für alle Bezugsberechtigten reicht. - Jeden Dienstag nutzen 75 - 85 Personen das Angebot der Markthalle; d.h. wöchentlich werden für rund 200 Menschen Lebensmittel ausgegeben.

Die Bezüger weisen sich mit der Sozialkarte aus, auf der die Anzahl der Familienmitglieder steht und bezahlen einen symbolischen Franken. Damit kein Gedränge aufkommt, ziehen sie eine Nummer; so wissen sie, wann sie dran sind.

Wegen der Errichtung des Gemeindehauses hat die Markthalle seit 2015 Gastrecht im katholischen Pfarreizentrum in Niederuzwil.

Im Januar 2011 gründete Katharina Piljic die Marktstube.  Sie kocht zwei Mal im Monat mit Mamma mia (Concetta Egger) und BezügerInnen der Marktstube ein Vollwert-Menü zum Preis von einem Franken für alle mit Sozialkarte; für uns Besucher kostet das Menü zehn Franken.

Durch unseren Besuch der Marktstube unterstützen wir diesen wichtigen Begegnungsort von Menschen unterschiedlicher Lebenslagen und Kulturen. Zudem ist es eine gute Möglichkeit, miteinander ungezwungen ins Gespräch zu kommen. (Die Daten findet ihr im Foyer an der Wand neben der Eingangstüre.)

Katharina Piljic und Mamma mia sind die unverzichtbaren Säulen der Markthalle und der Marktstube. Ein Dankeschön von Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz.


Rosmarie Brüllmann

 

P.S. Wir als EMK engagieren uns in der Markthalle und Marktstube mit einer Vertretung im Vorstand. Ich hatte dieses Amt Von 2010 bis Ende 2018. Am 1. Januar 2019 habe ich es Jürg Hopfengärtner übergeben können. Danke Jürg! Die Marktstube erhält zudem alljährlich einen festen Beitrag. Dieser wird erarbeitet durch unsere Freiwilligen am EMK-Essensstand am Herbstmarkt und aufgestockt auf Fr. 2’000.--. Für diese Solidarität bedanke ich mich herzlich!

Ökumenisches Friedensgebet (Januar 2019)

Ökumenisches Friedensgebet startet ins 2019

 

Wir treffen uns wieder einmal im Monat jeweils an einem Mittwoch für eine gute halbe Stunde zum gemeinsamen Gebet für den Frieden. Das erste Gebet findet am Mittwoch, den 16.01. um 18.00 Uhr in der reformierten Kirche Niederuzwil statt.

 

Die Treffen finden im Wechsel  von Katholischer Gemeinde Niederuzwil und Henau, Evangelisch-Methodistischer (EMK) und reformierter Kirche Niederuzwil statt. Der Kreis ist offen für jeden Interessierten.

 

Weitere Auskünfte erteilt gerne Heidi Spitzli

United Methodist Church